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Die Zukunft heißt Wasserstoff auf der Schmalspur

Schneller, bequemer und co2-frei: Das ist die neue zillertalbahn. in nur 45 minuten werden fahrgäste auf der schmalspur künftig bequem, staufrei und umweltfreundlich von jenbach nach mayrhofen und wieder retour kommen – mit dem rex zweimal täglich sogar in 36 minuten. das zillertal ist für den wasserstoffbetrieb bestens geeignet und hat das zeug zur innovativen wasserstoffregion, die weit über die grenzen hinausstrahlt.

Schmalspurbahn und Wasserstoffantrieb passen hervorragend zusammen: Das zeigt ein aktueller Auftrag des Schweizer Herstellers Stadler, der die ersten Schmalspur-Wasserstoffzüge der Welt nach Italien liefern wird. Auch im Zillertal heißt die Zukunft des Zugverkehrs Wasserstoff für die Schmalspur. Denn die immer wieder geäußerte Idee, eine Normalspur ins Zillertal zu verlegen, wurde bereits mehrfach untersucht und aus vielen Gründen verworfen: Die Kosten wären um ein Vielfaches höher, sie würden zwischen 550 und 712 Mio. Euro liegen. Aufgrund der engen Kurvenradien müsste die Strecke teilweise neu trassiert werden.

Was viele nicht bedenken: Würde man auf Normalspur umstellen, handelt es sich um ein komplettes Neubauprojekt. Ortsdurchfahrten wären nicht mehr möglich, man müsste neue Bahnhöfe außerhalb der Ortszentren errichten. Der zusätzliche Grundbedarf würde bei mindestens 150.000m² Fläche liegen. Ein langwieriges UVP-Verfahren wäre erforderlich — und ein jahrelanger Schienenersatzverkehr, da das aktuelle Material der Zillertalbahn langsam, aber sicher an das Ende seiner Lebenszeit angelangt. Ein sicherer Fahrbetrieb ist mit den bestehenden Zuggarnituren bei akzeptablen Instandhaltungskosten nur bis 2028 möglich. Und was ganz wichtig ist: Der Mehrwert für Fahrgäste liegt bei Null, die Fahrtzeit von Jenbach nach Mayrhofen wäre nicht schneller als jene der neuen Zillertalbahn auf der Schmalspur.

Gut zu wissen: Das spricht für die Wasserstoffbahn

  • Die Umstellung auf Wasserstoffbahn ist intensiv geprüft und startklar. Damit ist die Wasserstoffbahn die schnellste Variante, die umgesetzt werden kann – ohne Schienenersatzverkehr und lange Baustellen.
  • Mit seinen Wasserkraftwerken eignet sich das Zillertal hervorragend für die Produktion von grünem Wasserstoff, weil äußerst günstiger Überschuss-Strom (weit unter den üblichen Marktbedingungen) vor Ort zu wertvollem Wasserstoff umgewandelt werden kann. Mittelfristig sollen dann auch Busse und Pistengeräte auf Wasserstoff umgestellt werden – und das Zillertal so zur Wasserstoff-Region Nummer eins werden. Darüber hinaus leistet das Speichermedium Wasserstoff einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität – gerade in Zeiten, in denen immer mehr Wind- und Sonnenenergie produziert wird.
  • Die Tiroler Landesregierung hat sich in einem Grundsatzbeschluss für den Umstieg auf Wasserstoff ausgesprochen, basierend auf einer Studie des deutschen Beratungsunternehmes KCW. Klare Zustimmung kommt auch von den Zillertaler Bürgermeistern und Funktionären der vier Tourismusverbände. Die TVB tragen außerdem einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung bei. Alle vier Verbände stimmten in ihren Vollversammlungen einer Erhöhung der Ortstaxe um 1,25 Euro zu. Die höhere Ortstaxe pro Übernachtung gilt erst dann, wenn die neue Zillertalbahn voll in Betrieb ist.

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